eGK-Bildbeschaffung

Wege der alternativen eGK-Bildbeschaffung

Im Rahmen der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte stellt die Lichtbildbeschaffung eine zentrale Herausforderung dar. Die Telematikexperten der Krankenkassen gehen davon aus, dass etwa 80% der Versichertenfotos über Mailings und Internet beschafft werden können. Da eine Gruppe von Versicherten nicht bereit ist Geld für ein Passbild auszugeben, wird es danach immer schwieriger an die restlichen 20% der Lichtbilder zu gelangen.

 
Mit dem eGK-TrustTerminal und dem eGK-fotomobile stehen alternative Bildbeschaffungswege zur Verfügung, die den Versicherten eine kostenlose Bilderstellung in den Geschäftsstellen ermöglichen. Die Praxis zeigt, dass die Versicherten die Fototerminals sehr gut annehmen. Nach Mailingaktionen konnten immer wieder Schlangen vor den Fotostationen beobachtet werden. An Spitzentagen wurden teilweise bis zu 360 Bilder über den eGK-TrustTerminal eingesammelt.

 
Die intuitiv verständliche Benutzerführung der Kioskanwendung erlaubt die Lichtbilderstellung im Selbstbedienungsmodus. Im ersten Schritt wird die bisherige KVK in den Kartenleser gesteckt. Die Stammdaten werden ausgelesen und die Anwendung prüft die Gültigkeit der Karte und die Zugehörigkeit zur Kasse. Sobald der Versicherte die Stammdaten bestätigt, startet eine Gesichtserkennungssoftware und es wird ein Lichtbild aufgenommen. Anschließend prüft die Software die Bildqualität nach verschiedenen einstellbaren Kriterien geprüft. Wurde das aufgenommene Bild akzeptiert, muss der Versicherte auf einem Unterschriftenpad unterschreiben, dass er der rechtmäßige Besitzer der alten Krankenversicherungskarte ist. Zum Schluss erhält der Versicherte einen Quittungsdruck mit Unterschrift und Foto.

Über gesicherte Kommunikationsverfahren werden die Prozessdaten (Foto des Versicherten, Stammdaten und Quittung) an einen Bildübergabeserver im Rechenzentrum der Kasse übertragen und von dort aus in die jeweiligen Bestandssysteme übernommen. Das System löscht automatisch alle datenschutzrelevanten Personendaten auf dem eKiosk, sobald der Bildübergabeserver den Empfang der Transaktionsdaten erfolgreich bestätigt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass bei Verfügbarkeit einer Netzanbindung keine datenschutzrelevanten Personendaten auf dem Kiosk vorzufinden sind.

Die Vorteile der Fototerminals liegen auf der Hand:
 
1. Kosteneinsparungen durch Einsatz der eGK-Bildbeschaffung.
Der Einsatz von Fotostationen erhöht die Bildeinsammelquote und vermeidet teure telefonische Nachfassaktionen.

2. Soziale Aspekte
Die kostenlose Bilderstellung entlastet sozial schwache Familien und hat eine positive Wirkung auf das soziale Renommee der Krankenkasse.

3. Spezifikationskonforme Bildqualität
Die Bilder erfüllen die Anforderungen der Gematik bezüglich der Bildqualität.


4. Fehlerfreie Prozesse bei der Bildvereinnahmung
An der SB-Systemen erstellte Lichtbilder können ohne weitere manuelle Bearbeitung in den Herstellungsprozess der Karte übernommen werden.

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